Friday, March 29, 2013

Das Assoziationsexperiment

Das Assoziationsxperiment wurde im frühen 20. Jahrhundert von C.G. Jung entwickelt und benutzt und ist ein historischer Annäherungsversuch der Komplexe der Seele:
Es besteht aus einer Reihe von Reizwörtern, die vom Therapeuten zum Analysanten abgelesen werden kann

Der Analysant muss so schnell wie möglich zu jedem Reizwort mit dem ersten Assoziationswort, an die er spontan denkt, antworten. Während des Experiments werden auch die physikalischen Reaktionen des Analysanten beobachtet. Danach folgt eine Pause und die Reizwörter werden durch den Therapeuten wiederholt und der Analysant muss sich an seine ursprünglichen Antworten erinnern. Der Patient informiert am Schluss des Asoziationsexperiments den Therapeuten  über seine Gefühle während des Experiments, über was  ihn getroffen/gerührt/beeindruckt hat etc...
Die Hinweise auf einen Komplex können eine verspätete Antwort (oder keine Antwort) zu einem Reizwort, Wiederholungen des Reizwortes, Wiederholungen eines Assoziationswortes, fehlende Vorratsspeicherung der ursprünglichen Antwort während der zweiten Lesung des Wortes sowie emotionalsbetonte Antworte sowie körperliche Reaktionen wie Lachen,Grimassen sein.
Nach einigen Tagen treffen der Therapeut und der Analysant wieder und der Analysant kommentiert ausführlicher seine Antworten, vor allem diejenigen,die einen Komplex "verbergen" könnten (z.B. Mutterkomplex, Vaterkomplex, Minderwertigkeitskomplex). 

Beispiele dafür sind die folgenden 25 Wörter aus dem ursprünglichen Assoziationsxperiment nach Jung (1908):

     Kopf
     grün
     Wasser
     singen
     Tod
     lange
     Schiff
     zahlen
     Fenster
     freundlich
     Tisch
     fragen
     Dorf
     Kälte
     tanzen
     See
     krank
     Stolz
     kochen
     Tinte
     schwimmen
     Reise
     blau
     Lampe
     sündigen



No comments:

Post a Comment